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Culture

Bullying in der Gamer-Szene

Wieso Gamerinnen viel zu oft diskrimiert und sexuell belästigt werden.

Zu Beginn ein wichtiger Fakt: Fast jeder zweite deutsche Zocker ist weiblich. Das ergibt eine Umfrage des Branchenverbands BIU. Da ist es dann umso verwunderlicher, dass Frauen in der Szene immer wieder auf große Ablehnung und Diskriminierung stoßen.

Viele Top-Gamerinnen müssen beleidigende und sexistische Kommentare und Sprüche über sich ergehen lassen. Wir haben uns mal ein Beispiel rausgepickt und wollen die Hintergründe etwas genauer beleuchten.

Twitch-Profi ‚OddNina‘ spricht aus Erfahrung

Janina Kozubik ist eine Top-Gamerin im Bereich Ego-Shooter. Seit ein paar Jahren lässt sie sich auf ihrem Twitch-Kanal dabei zu sehen. Die Streamingplatform zählt pro Tag 10 Millionen Nutzer – und einige davon geben oft Kommentare weit unter der Gürtellinie über Gamerinnen wie Janina ab.

Mehrmals wöchentlich zockt sie als ‚OddNina‘ das taktische Shooter Game Rainbow Six Siege vor der laufenden Webcam und quatscht dabei sympathisch in die Kamera. Manchmal über Ihre Katzen oder sie spricht ihren Dank über 70 zahlenden Abonnenten aus, welche ihr jeden Monat ein gutes Einkommen bescheren. 

Sie erzählt von einer Partie, bei der ihr zufällig männliche Gegner zugeteilt wurden, welche ziemlich bald spitz kriegten, dass sie gegen eine Frau antraten. Auf einmal wurde ihr Avatar umringt und ihre Gegner bedrohten sie mit sexistische Beleidigungen und anzüglichen Kommentaren – ‚OddNina‘ musste fliehen.

Völlig verwirrt schaltete sie das Spiel ab – und seitdem nie wieder ein. Verständlicherweise! Denn irgendwie fühlt es sich schon sehr echt an, wenn du auf einmal – auch wenns nur beim online zocken ist – sexuell bedroht wirst und das hinterlässt ein bleibendes ungutes Gefühl.

Zitat: „F***bares Heiratsmaterial“ – wie bitte?

Janina wurde vor allem in den Multiplayern, also bei denen größere Teams gegeneinander antreten, bedrängt und mit frauenfeindlichen Kommentaren diskriminiert. Sie fühlt sich herabgesetzt, diskriminiert und ist manchmal ziemlich fassungslos über Kommentare wie „f***bares Heiratsmaterial“ oder die Aufforderung sich vor der Kamera auszuziehen. „Bloß weil ich mein Gesicht in eine Webcam halte, bin ich keine Erotikdarstellerin“, sagt Kozubik.

Eine Studie der University India belegt, dass Männer und Frauen unterschiedlich auf Twitch beurteilt werden. In dieser Studie werteten Forscher insgesamt 71 Mio. Chat-Kommentare aus 400 Twitch-Kanälen aus. Die Nachrichten, die Frauen erhielten bezogen sich sehr häufig nur auf ihr Aussehen und ihren Körper – und bei Männern auf ihre Spielexpertise. Aber wieso ist das so?

Das Symbol der Frauen in den Games ist das Problem 

Viele Gamerinnen sind der Ansicht, dass die Darstellung der weiblichen Figuren in der Gaming-Szene meistens grundsätzlich etwas Sexuelles haben. Allen männlichen Gamern und vor allem den jungen, wird damit ein ziemlich eindeutiges Frauenbild vermittelt: ein sexuelles Objekt oft wenig bekleidet in einer Welt, die von Männern regiert wird.

Wir sind klar auf der Seite der Gamerinnen und würden uns wirklich eine neutralere Bewertung der reinen Gaming-Expertise wünschen – egal wie die Frauen aussehen und wie groß ihre Körbchengröße ist. Zudem sollten Spielentwickler in Zukunft mehr starke weibliche Charaktere ohne sexuelle Klischees kreieren.

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