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Wie viel Geld verdient man eigentlich als Pro-Gamer?

Pro-Gamer sind die neuen Profifußballer. Naja, noch nicht ganz. Doch dass man mit professionellem Gaming heute gutes Geld verdienen kann hat sich längst rum gesprochen. So hört man immer häufiger den Wunsch auch einmal Pro-Gamer zu werden. Doch was verdient man eigentlich so als Esportler? Wir werfen einen Blick auf das Gehalt von Pro-Gamern.

esports-gehalt

Dass Esports boomt ist kein Geheimnis. Wie Riot Games zum Beispiel berichtet, hatte die Weltmeisterschaft in League of Legends 2019 durchschnittlich 21,8 Millionen Zuschauer pro Minute. Zum besten Moment des Turniers waren es sogar 44 Millionen. Doch wie viel Geld bringt das einem Pro-Gamer ein?

Zum Vergleich, der Super Bowl kommt jährlich etwa auf 100 Millionen Zuschauer. Esports sind demnach also längst in der breiten Masse etabliert. Trotzdem unterscheidet er sich in struktureller Hinsicht zu konventionellen Sportarten, was den Vergleich etwas erschwert.

Grundsätzlich muss natürlich gesagt werden, je nach Spiel, Liga und individuellem Können, schwanken Gehälter teilweise sehr stark – wie in klassischen Sportarten eben auch.

Ein Blick auf die Monatsgehälter von Esportlern

League of Legends 

Recherchen des Wirtschaftsunternehmens Forbes zeigen, dass viele Spieler der amerikanischen Profiliga LCS im Durchschnitt 320.000 US-Dollar in einer Saison verdienen. Den Verdienst der Spieler beim europäischen Ableger, der LEC, schätzt der Kicker auf rund 260.000 US-Dollar pro Saison. In letzterer spielt zum Beispiel auch der FC Schalke mit seinem Esports-Team.

FIFA

Laut Interviews einiger FIFA Pro-Gamer, könne ein Spieler mit Festgehalt und Siegprämien bis zu 10.000 Euro im Monat verdienen. Hier ist das stetige Einkommen also im Ganzen noch relativ gering und große Preispools finden sich eher bei den internationalen Turnieren.

2019 stieg das Preisgeld des FIFA Interactive Worldcup auf 500.000 Euro an. Der Gewinner ging mit 250.000 Euro nach Hause, der Zweitplatzierte bekam 100.000 Euro. Der Rest verteilte sich absteigend auf die insgesamt 32 Teilnehmer.

Viele Gamer bessern ihr Gehalt zusätzlich mit Streams auf Twitch oder YouTube ein wenig auf.

Der Vergleich mit Profi-Fußballer Gehältern

Schaut man sich nun die durchschnittlichen Gehälter in der Bundesliga an, so stellt man direkt fest: Die Schwankungen zwischen Vereinen sind enorm. Während Bayern Spieler im Schnitt auf 8,12 Millionen Euro pro Saison kommen, sind es bei Paderborn lediglich 420.000 Euro. Die breite Masse pendelt jedoch zwischen 0,7 und 2,4 Millionen Euro.

Esportler kratzen also bereits jetzt am Einkommen der unteren Hälfte der Bundesliga.  

Hohe Preisgelder

Eine nicht zu unterschätzende Säule für den Kontostand von Esportlern machen Turniergelder aus. Durch Qualifikationen in vielen verschiedenen Turnieren können Pro-Gamer zusätzlich große Summen anhäufen. Wir werfen hier nur einen Blick auf die großen internationalen Turniere, die bereits mit mächtig viel Schotter locken.

Der Solo-Weltmeister der ersten Fortnite WM 2019 Kyle “Bugha” Giersdorf © Epic Games
Der Solo-Weltmeister der ersten Fortnite WM 2019 Kyle “Bugha” Giersdorf © Epic Games

Fortnite Weltmeisterschaft

Für die größte Aufmerksamkeit in Sachen Preisgeldern sorgte natürlich die erste Fortnite Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Sie brach alle Rekorde. Sage und schreibe 30 Millionen US-Dollar wurden auf alle Teilnehmer verteilt. Den größten Batzen sicherte sich der gerade einmal 16-jährige US-Amerikaner Kyle Giersdorf aka Bugha. Als Solo-Gewinner ergatterte er 3 Millionen US-Dollar.

++ Aufgrund der Coronakrise wird die Fortnite WM dieses Jahr nicht so stattfinden ++

Dota “The International”

In Sachen Preisgelder toppt nur Dota noch die Fortnite WM 2019. Mit sagenhaften 34 Millionen US-Dollar beim „The International“ teilten sich die 18 teilnehmenden Teams 2019 einen gewaltigen Preispool. 15,6 Millionen US-Dollar gewann der Titelverteidiger OG.

Dota “The International” ist das Turnier mit dem höchsten Preisgeld im Esport
Dota “The International” ist das Turnier mit dem höchsten Preisgeld im Esport

Der Gesamtsieger OG gewann damit in etwa soviel wie ein Fußballverein, der sich für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert hat. Denn die Teilnahme an der Gruppenphase brachte den Teams bereits 15,25 Millionen Euro ein. In der Champions League der Saison 2018/2019 konnten Fußballteams maximal 82,45 Millionen Euro bekommen, wenn sie jedes Spiel gewannen.

League of Legends World Championship 

Die Weltmeisterschaft im beliebten MOBA-Game League of Legends hatte 2018 einen Preispool von 6,45 Millionen US-Dollar. Das chinesische Esports-Team Invictus Gaming nahm als Gesamtsieger damals 2,4 Millionen US-Dollar mit nach Hause.

Breitere Infrastruktur

Eins fällt jedoch schnell ins Auge: Die Infrastruktur etablierter Sportarten sind natürlich deutlich ausgereifter. Als Fußballer kann man bereits in unteren Kreisligen teilweise einen angenehmen Nebenverdienst von ein paar Hundert Euro bekommen. In der Landesliga sind bereits 1000€ Nettogehalt keine Seltenheit. Mit jedem Aufstieg in eine höhere Liga ist das Verdienst-Potenzial nach oben hin auch immer weiter offen.

Esports hingegen, haben noch keine so ausgefeilten Ligasysteme und ein wirklich sattes Gehalt kann man nur in den Top-Teams bzw. bei den großen Turnieren erwarten. Nichtsdestotrotz deutet sich an, dass Esports in Sachen Gehälter, Transfersummen und Preisgelder in Zukunft in der Champions League des Sports mitspielen werden. Mit Preisgeldern in Millionenhöhe haben Esports bereits so angesehene Wettbewerbe wie die Tour de France abgehängt. Der Gesamtsieger des Rennrad-Klassikers gewann 2019 gerade einmal rund 500.000 Euro.

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